Sahra Bazyar

Tanzpädagogin & Ergotherapeutin

Mein Interesse an dem Thema, welches heute einen großen Teil meines Lebens ausmacht, wurde geweckt, als ich mit 19 Jahren einen zeitgenössischen Tanzworkshop besuchte. Ich hatte bis dahin keine Vorerfahrung. Trotzdem wusste ich sofort, dass ich eine Tanzausbildung machen würde.

Zeitgleich entdeckte ich meine Liebe zum Kampftanz Capoeira. Neben dem Studium der Ergotherapie nahm das Capoeira-Training all meine Freizeit in Anspruch; für zusätzliches Tanz-Training gab es daher leider in dem Zeitraum keinen Platz. So entschied ich mich erst mit 26 Jahren, die langersehnte Tanzausbildung zu beginnen und bewarb mich an der Erika Klütz Schule. Ein Jahr später startete die spannende und inspirierende Ausbildungszeit.

Seit dem Abschluss an der Erika Klütz Schule arbeite ich in Teilzeit als Ergotherapeutin in einer ambulanten Kinder- und Jugendpsychiatrischen Praxis in Hamburg. Hier verbinde ich meine tanzpädagogischen Kenntnisse mit denen der Ergotherapie. Weiter bin ich als freiberufliche Tanzpädagogin in Hamburg tätig, hauptsächlich in den Bereichen Seniorentanz, zeitgenössischer Tanz und moderner Tanz für Menschen, die an Parkinson erkrankt sind. Außerdem bin ich projektbasiert als Tänzerin und Co-Choreografin tätig.

Seit dem zweiten Ausbildungsjahr an der Erika Klütz Schule, 2011, hatte ich das Privileg, in der Tanzkompanie “Tanzorchester Suse Tietjen“ als Tänzerin mitzuwirken. Seither arbeitete ich mit Suse Tietjen an unterschiedlichen Projekten und bin seit 2016 Gasttänzerin in THE CURRENT DANCE COLLECTIVE, ein Künstler*innenkollektiv mit dem Ziel, multi- bzw. interdisziplinäre Werke mit dem Tanz als Sprache zu kreieren.

Die Arbeit mit Menschen, die an Parkinson erkrankt sind, liegt mir besonders am Herzen. Neben meinen wöchentlichen Unterrichtsklassen, bin ich Teil eines Bühnenprojekts “The Other Me“, dass im März 2018 Premiere hatte. In diesem Stück erarbeiteten wir mit sieben an Morbus Parkinson erkrankten, sowie acht gesunden Tänzer*innen ein Tanztheater zur Aufklärung über Morbus Parkinson.

Mich erfüllt die Arbeit mit den unterschiedlichsten Menschen sehr, ob jung oder alt, gesund oder krank. Gerade diese Abwechslung macht meinen Alltag spannend. Die Ausbildung an der Erika Klütz Schule hat mich sehr herausgefordert, doch letztendlich bin ich dort einigen Menschen begegnet, die mich darin unterstützt haben eine Basis/ein Netzwerk aufzubauen, das mich sehr weit gebracht hat und vor allem mein Vertrauen in mich als Mensch und Tänzpädagogin/Tänzerin gestärkt hat.

Foto: Maria Gibert

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