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Berufsfachschule für

Tanz und Tänzerische Gymnastik

Aufnahmeprüfungen 2026

Die dritte Aufnahmeprüfung für die 3-jährige Ausbildung für Tanzpädagogik ab Oktober 2026 findet am 29. August 2026 statt. Es werden Aufgaben aus dem Bereich Ballett, Jazztanz, Freier Tanz, Improvisation sowie Folklore & Gemeinschaftstänze gestellt.

Bewerbungen sind jederzeit möglich!
Wer Interesse an der Ausbildung ab Oktober 2026 hat, kann sich per e-Mail oder online bewerben.

Die Prüfung findet in der Erika Klütz Schule, Daimlerstraße 71 a in 22761 Hamburg statt.

Unterströmung - Abschlusschoreografien 2026

An der Oberfläche kaum sichtbar, in der Tiefe von unbändiger Kraft: Eine Unterströmung, ein Fluss aus Bewegungsenergie, der den Körper erfasst, durch den Raum trägt und den entscheidenden Impuls für neue Wege setzt.
Dieses Bild verkörpern die Absolvent:innen des Jahrgangs 2026 der Erika Klütz Schule für Theatertanz und Tanzpädagogik aus Hamburg.
Drei Jahre des Tanzens, Lernens, Suchens und Gestaltens haben sie auf diesen Moment vorbereitet. In ihren Abschlussarbeiten zeigen sie die Vielfalt ihrer künstlerischen Entwicklung und ihre persönliche Handschrift.
Sie präsentieren ihre eigenen choreografischen Werke und wagen damit den Schritt in ihre kommenden künstlerischen und beruflichen Lebenswege – getragen von einer inneren Strömung.
In ihren Choreografien setzen sich die Schüler:innen mit unterschiedlichen Themen, Bewegungssprachen und künstlerischen Ansätzen auseinander. Die Werke spiegeln persönliche Emotionen, Gedanken und Szenarien wider, die mal sanft leiten und mal kraftvoll mitreißen.
So entsteht ein vielschichtiges Programm, das die unterschiedlichen Perspektiven, Ausdrucksformen und künstlerischen Entwicklungen des Abschlussjahrgangs sichtbar macht.

Hamburger Sprechwerk
26. und 27. September 2026

Tickets gibt es hier!

Absolvent:innen
Amelie Blömer, Britta Clasen, Mika Smila Clausen, Lisann Geyer, Victoria Jordan, Sage Kibardin, Polina Kovalenko, Jella, Krüger, Lotte Marburg, Rieke Müller, Amelie Nagel, Fenja Pulter, Anna Reise, Antonia Richter, Cara Wernstedt, Lola Wolf

Tänzer:innen
Edda Dosch, Lotta Eckmann, Amelie Theresa Ewert, Josephine Göttsche, Rebecca Guttschner, Natalie Sophia Haller, Jolene Harder, Emma Hessenkämper, Dana Hinkelmann, Cilia Kabbani, Pia Kaufhold, Denise Kießlich, Onisha Loupatty, Aliena Mayer, Runa Jordis Nehmtow, Johanna Nustede, Noremie Ouattara, Paul Partholl, Lucia Peronis, Connor Ritgen, Mervi Soetebier, Anna Tjards, Klara Vandreier

Weitere Choreografien von Karolin Illies und Alexander Varekhine

Fotografie: Jan Meyer

Jubiläums-Grußworte von Dr. Carsten Brosda

Sehr geehrtes Team der Erika Klütz Schule,

wenn wir heute das 80-jährige Bestehen der Erika Klütz Schule feiern, blicken wir auf ein Gründungsjahr, das zunächst in Kontrast zur Beständigkeit steht. Als Hamburg 1946 in Trümmern lag, erwuchs ein Drang nach Aufbruch, nach einem neuen künstlerischen Ausdruck, und: nach Bewegung als Ausdruck innerer und gesellschaftlicher Freiheit.

Erika Klütz lernte ihr Handwerk in einer Zeit der politischen Extreme. Sie war vom modernen Ausdruckstanz der 1920er Jahre geprägt, insbesondere von Mary Wigman, an deren Schule sie lehrte und in deren Tanzgruppe sie als Tänzerin mitwirkte. Sie musste erleben, wie das NS-Regime partizipative Ideen des Tanzes wie die Bewegungschöre nach Rudolf von Laban für die Propaganda instrumentalisierte. Das Ideal, Menschen einen individuellen Raum für Ausdruck und Auseinandersetzung unter dem Dach der Kunst zu bieten, schien an der völkischen Realität der Diktatur zu zerbrechen.

Umso mutiger und visionärer war der Neuanfang, den Erika Klütz 1946 wagte. Sie formulierte einen prägenden Anspruch : „Ich versuche immer, auf den ganzen Menschen einzugehen, seine Anlagen voll zu entfalten und ihm zu helfen, seine eigenen künstlerischen Erlebnisse zu formen.“ In diesem Satz steckt der kulturpolitische Meilenstein, der den Bühnentanz um die Tanzpädagogik erweiterte: Wer Tanz pädagogisch vermittelt, formt keine synchronisierten Massen. Er stärkt die Persönlichkeit, bildet Empathie und baut Brücken für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wie lebendig und zeitgemäß dieser Ansatz heute weiterwirkt, beweist Ihre Jubiläumsaufführung auf Kampnagel. Labans Traum der Bewegungschöre finden hier endlich einen Ausdruck: Eine „große bewegte Gruppe“, die ihre Choreografien in demokratischen Prozessen entwickelt und realisiert, eröffnet dem Publikum die Perspektive einer inklusiven, freien Gemeinschaft, die Vielfalt feiert und im Vertrauen zueinandersteht.

Dass dieser Raum des Vertrauens seit 80 Jahren besteht, verdanken wir Menschen, die Verantwortung übernehmen. Mein Dank gilt Dr. Fred Eckhard, der diese Schule lange erfolgreich leitete. Suse Tietjen führt das Engagement und letztlich das Erbe von Erika Klütz als seine Nachfolgerin fort: Indem sie die reiche Tradition nicht nur bewahrt, sondern mit neuen, interdisziplinären Impulsen mutig in die Zukunft führt.

Liebes Team der Erika Klütz Schule, herzlichen Glückwunsch zu 80 Jahren voller Bewegung, Haltung und Leidenschaft!

Dr. Carsten Brosda
Senator für Kultur und Medien

Fotografie: Fritz Palm, 1929, Deutsches Tanzarchiv Köln

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